JAMAIKANISCHES HUHN

Draußen wird es immer kälter. Ich würde nicht behaupten, dass es ungemütlich wird, aber um ehrlich zu sein, freut man sich auf das heimelige, warme Zuhause. Gerade diese Tage eignen sich perfekt, um nach neuen Ideen für Rezepte zu suchen. Auch wieder mal tolle Kochbücher zu durchstöbern ist bei diesem Wetter einfach erfrischend. Für das heutige Gericht wurde ich von Jamie Oliver inspiriert. Seine Rezepte sind einfach, nehmen wenig Zeit in Anspruch und von einem fabelhaften kulinarischen Erlebnis muss ich, glaube ich, gar nicht erst sprechen. Jeder der ihn kennt weiß, wie wunderbar seine Speisen sind.

dsc_0815-fb2ab012Heute möchte ich mit euch gemeinsam ein Biohuhn im Ofen zaubern. Die Woche zuvor hatte ich euch einen kleinen Beitrag über diverse Gewürze bereitgestellt. Einige von ihnen werden heute zum Einsatz kommen und das Ergebnis lässt sich wortwörtlich schmecken. Um aber einen fantastischen Geschmack zu kreieren, ist es eine Empfehlung meinerseits, Bioprodukte zu verwenden. Gerade wenn ihr Fleisch oder Fisch kocht, spielt Bio eine enorm große Rolle. Ja, diese Produkte sind ein wenig teurer aber es zahlt sich im wahrsten Sinne des Wortes aus ein bisschen mehr zu investieren. Warum? Euer Geschmackerlebnis wird ein neues, anderes, Aufregendes sein. Dies trifft nicht nur auf Fleisch- und Fischgerichte zu. Natürlich bemerkt man diesen Unterschied in fast allen Produkten, die wir tagtäglich konsumieren. Auch bei einem Einkauf von Gemüse und Obst wähle ich meine Produkte immer sorgfältig aus. Meistens zumindest!

Könnt ihr euch noch an das Quittenrezept erinnern, das ich vor Kurzem gepostet habe? Frische österreichische Quitten von einem Bauernmarkt in Kärnten. Ich war und bin von diesem Geschmack so begeistert, dass ich unbedingt weitere Flaschen Quittensirup und Marmelade „produzieren“ wollte. Ich klapperte dafür halb Wien ab und sah schlussendlich schon von Weitem an einem Marktstand das Schild mit dem handgeschriebenen Schriftzug „Quitten“. Ich informierte mich bei dem Verkäufer über die Herkunft des Produktes. „Quitten aus der Türkei.“ Vielleicht kennt ihr diesen Gedanken „Ich möchte unbedingt etwas kochen, backen, mir fehlt dazu nur noch eine gewisse, spezielle Zutat.“ Nach langem Suchen, endlich gefunden nimmt man zumal auch nicht unbedingt heimische Produkte in Kauf. Abgesehen davon, dass diese Quitten von einer hervorragenden grünlich gelben Schale ummantelt waren, war das Fruchtfleisch jedoch in jeder einzelnen Quitte leider ungenießbar. Das kann schon mal passieren. Ihr könnt dem Ganzen jedoch ein wenig entgegenwirken. Daher empfehle ich euch: Kostet die Produkte vor Ort. (Vor allem Obst) Gerade wenn ihr die verschiedensten Märkte unsicher macht.

Was ist jedoch der langen Rede kurzer Sinn? Oft scheitern gute Rezepte an der falschen Auswahl an Produkten. Kochen aber vor allem Essen, sollten Spaß machen. Ich versuche daher so oft es geht bewusst einzukaufen. 

Nun jedoch zum Rezept. Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen.

JAMAIKANISCHES HUHN
Zubereitungszeit
45 Min.
Arbeitszeit
45 Min.
 
Portionen: 4 Personen
Zutaten
FLEISCH
  • 1 kg Hühneroberkeulen mit Haut
  • Prise Salz
  • Pfeffer bei Bedarf
FÜR DIE SAUCE:
  • 5 Frühlingszwiebeln
  • Saft ½ Zitrone
  • Prise Muskatnuss
  • 6 EL Weißwein-oder Apfelessig
  • 8 EL Weißwein
  • 3 große Knoblauchzehen
  • 1 EL flüssiger Honig
  • Prise Chili
  • Prise Salz
WAS KOMMT NOCH IN DEN OFEN?
  • 3 mittelgroße rote Zwiebeln
  • Zitronenscheiben einer ½ Zitrone
  • 6 Lorbeerblätter
  • 4-5 Rosmarinzweige
  • 1 EL flüssiger Honig
  • 10 Nelkenstifte
SALAT:
  • Cocktailtomaten
  • Salatblätter
  • Roter Zwiebel
  • Gelbe Paprika
DRESSING:
  • Apfelessig/Weinessig
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Etwas Senf
Zubereitung
  1. Vorweg: Für Kinder ist dieses Gericht definitv zu scharf. TIPP: Hähnchen in der Grillpfanne etwas länger anbraten, warmhalten und gleichzeitig servieren.
  2. Hähnchen salzen und pfeffern. Die Bratpfanne (gerillt) mit Olivenöl beträufeln und Hähnchenkeulen mit der Hautseite nach unten bei hoher Hitze anbraten bis die Stücke goldbraun werden. Danach wenden. (Ca. 10 Minuten braten)
  3. In der Zwischenzeit Frühlingszwiebel waschen und in Stücke schneiden. Mit den restlichen Zutaten für die Sauce in einem Behälter so lange pürieren bis eine Sauce entsteht.
  4. Zwiebel schälen und achteln. Beiseite stellen.
  5. Eine tiefere Ofenform vorbereiten. Mit etwas Olivenöl beträufeln. Gebratenes Fleisch mit der Hautseite nach oben hineinlegen. Die Zwischenräume werden nun mit der Sauce sowie den Zwiebelspalten gefüllt. Zum Schluss noch mit den Scheiben einer halben Zitrone belegen. Lorbeerblätter, Rosmarinzweige, Nelkenstifte hinzugeben und das Fleisch mit etwas Honig beträufeln. (Sollte euer Honig nicht flüssig genug sein, lasst ihn kurz in der Pfanne in der ihr zuvor das Fleisch gebraten habt, schmelzen -Olivenöl vorher entfernen.)
  6. Nun kommt das Ganze bei 220° für ca. 20-25 Minuten in den Ofen.
  7. In der Zwischenzeit könnt ihr das Dressing und den Salat vorbereiten. (Zutaten gründlich waschen) Erst kurz bevor euer Essen angerichtet wird, Salat mit Dressing vermengen.
  8. EINKAUFEN: Biohuhn: Radatz, Ja Natürlich!, AMA Produkte
Rezept-Anmerkungen

lactosefrei glutenfrei

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